“75 % des Lernerfolgs des Schülers liegt darin, WIE der Lehrer sein Wissen vermittelt und nur zu 25% WAS er als Wissen vermittelt”
Diese Aussage muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Also, 75 % des Lernerfolgs des Schülers liegt einzig und alleine daran, WIE der Lehrer das Wissen vermittelt und nur zu 25 % WAS er vermittelt.
Wenn dies zwischen Lehrer und Schüler so ist, kannst du dir vorstellen, dass dies auch zwischen Mutter/Vater und Kind so ist?
Kannst du dir vorstellen, dass 75 % deines Erfolges, ob dein Kind das macht was du von ihm verlangst, davon abhängt WIE – in welcher Energie – du etwas zu deinem Kind sagst und nur zu 25 % davon WAS du zu deinem Kind sagst?
Zur Veranschaulichung hier ein Beispiel: Du möchtest, dass dein Kind das Zimmer aufräumt (ein Klassiker).
Bei welchen der beiden nachfolgenden Aussagen wird dein Kind eher bereit sein, sein Zimmer aufzuräumen?
Aussage 1:
“Jetzt habe ich es dir schon 100-mal gesagt, räum endlich dein Zimmer auf, sonst….”
Oder Aussage 2:
“Mein lieber Scholli, im Chaos machen bist du recht ein Meister. Bist du auch ein Meister im Aufräumen?”
Egal, wie sich dein Kind nach der 2ten Aussage entscheidet. Lasse es machen, was es gerade für richtig empfindet. Es darf “Nein” sagen. Dieses Nein ist nichts Persönliches gegen dich, sondern einfach eine Entscheidung, dass es jetzt keine Lust hat sein Zimmer aufzuräumen. Unsere Kinder müssen sich den ganzen Tag mit vielen Dingen auseinandersetzen, dass es für sie so gar nicht auf dem Schirm steht, ihr Zimmer in Ordnung zu bringen. Ich habe mal gelesen, dass wenn von dir im Aussen so viel Disziplin verlangt wird – und dies wird den Kindern in der Schule abverlangt – sie in ihrem “Reich” Chaos brauchen, damit das Gleichgewicht der Polarität wieder hergestellt ist.
Meinem Sohn habe ich einfach gesagt, wenn dein Zimmer unaufgeräumt ist, werde ich einfach die Türe zu machen, damit ich das Chaos nicht mehr sehe, und wenn der Boden zugemüllt ist, werde ich nicht mehr Staubsaugen. Zu Beginn musst ich schwer mit mir kämpfen, denn ich war/bin sehr ordnungsliebend. Doch es lohnte sich, denn nach einer gewissen Zeit fühlte er sich selbst nicht mehr wohl und hat sein Zimmer freiwillig aufgeräumt. Und da kein Druck mehr von meiner Seite kam, geschah dies immer öfter.
Mehrheitlich liegt es ja an uns, wenn wir mit etwas “Probleme” haben. In der Evolutionspädagogik® könnte dies in der ersten Stufe liegen. Du fühlst dich verantwortlich, dass aus deinem Kind etwas “Anständiges” wird. Wohl gemerkt etwas “Anständiges” in deinem Sinne. Somit hast du Mühe das Ganze treiben zu lassen. Den Fokus wegzunehmen und im Vertrauen zu sein, dass sich alles zum Guten entwickelt.
Hast du, als du klein warst, Lob/Liebe erhalten einfach nur weil du da warst? Ohne dass du dafür etwas leisten musstest? Oder warst du ständig am rudern und paddeln, damit du von deinen Eltern gelobt wurdest?
Fühlst du dich jetzt in dir geborgen und in einer Leichtigkeit, die dich in deinem Urvertrauen bestätigt, dass du dich auf dein Kind verlassen kannst? Dass du ganz tief in dir spürst, dass alles so wie es ist richtig ist?
Welche Gedanken hast du, wenn das Zimmer deines Kindes im Chaos versinkt?
Schreibe sie dir auf. Frage dich woher sie kommen. Wenn du nicht weisst wie du die ersten Schritte in eine neue Richtung gehen sollst, dann lade dir mein Soforthilfe-Fahrplan runter. Du wirst sehen, dass sobald du das Problem wieder zu dir zurücknimmst, es sich im Aussen wie von selbst auflöst. Vielleicht gleich mit einem Erfolgsmoment, dass dein Kind sein Zimmer von alleine aufräumt, weil es keinen Druck mehr deinerseits verspürt.
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Sei gespannt und staune.
Bis bald.
Deine Sandra
“Lichtvolle Hoffnung”


