Es war wieder einer dieser Tage, vor denen es mir jeweils graute. Mein Sohn kam schon geladen von der Schule nach Hause und ich wusste, dass es wieder Stunk bei den Hausaufgaben geben wird.
Vorbereitet was da kommen könnte, habe ich versucht so wohlwollend wie möglich zu sein. Wie gesagt, ich habe es versucht, doch die Ausraster meines Sohnes waren so deftig, dass ich mich auch nicht mehr zusammenreissen konnte. So ergab ein Wort das andere und das Ende war einmal mehr Türen knallen und zwei Menschen, die wütend, traurig und verletzt zurück blieben.
Mein Sohn war so wütend, dass er, als er in seine Judostunde ging, sich nicht einmal mehr von mir verabschiedete. Ihn so wütend davon gehen zu sehen, tat mir im Herzen so weh, dass ich mir geschworen habe, dass jetzt etwas geschehen muss. So kann es nicht mehr weiter gehen.
Vieles, wie Trippel P, Kinesiologie (Grundkurs „Touch for Health I-IV“), Brain Gym (Kurs I-II) und noch vieles mehr habe ich ausprobiert, doch nichts überzeugte mich, denn ich wollte verstehen, warum sich mein Sohn so verhält.
Da wurde ich auf ein Buch aufmerksam. Es hiess „Das bewegte Gehirn“ von Ludwig Koneberg. Neugierig wie ich bin, saugte ich alles auf, was da drin stand. Dies faszinierte mich so sehr, dass ich mich entschloss die Ausbildung als Diplomierte Lernberaterin und Coach der Praktischen Pädagogik® zu absolvieren. Diese Ausbildung gab mir den Schlüssel zum besseren Verständnis des Verhaltens meiner Kinder – und ehrlich gesagt auch meines Verhaltens.
Während der Ausbildung und der Umsetzung bei meinen Kindern habe ich bemerkt, dass viel mehr dahinter steckt als nur zu wissen welches Verhalten in welche Hirnentwicklungsstufe passt. Doch dieses Verständnis gab mir mal einen soliden Boden, um alles andere danach darauf aufzubauen.
Aller Anfang ist schwer, und so musste ich mich zu Beginn doch sehr anstrengen, nicht immer wieder in die alten Verhaltensmuster zu fallen. Denn wenn einmal das Vertrauen der Kinder zu dir gestört ist, ist es wichtig, dass das alte Muster bald abgelegt und ein Neues kreiert wird, damit dein Kind die Sicherheit bekommt, dass du tatsächlich Willens bist etwas zu verändern.
Für mich war es gewaltig mitanzusehen, wie sich die Beziehung zu meinem Kind sich von Tag zu Tag verbesserte und wir wieder wertschätzend miteinander umgehen konnten.
Was Evolutionspädagogik® ist und warum ich es so liebe, kannst du gerne in meinen anderen Blog-Beiträgen lesen.
Ich wünsche dir dabei viel Freude.



Herzlichen Dank.
Ich wünsche dir viel Erfolg.
Herzliche Grüsse
René